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Effluvium – Bedeutung, Ursachen, Arten und Behandlung

Effluvium – Bedeutung, Ursachen, Arten und Behandlung

In der Medizin wird von Effluvium gesprochen, wenn der Patient unter einem gesteigertem Haarverlust leidet. Es gilt als normal, wenn eine erwachsene Person zwischen 100 und 150 Kopfhaare am Tag verliert. Werden die Haare gewaschen, ist auch der Verlust von 300 Haaren pro Haarwäsche unbedenklich. Welche Gründe für übermässigen Haarverlust verantwortlich sein können, welche Arten man unterscheidet und vieles mehr erfährst du in diesem Artikel.

Was bedeutet Effluvium?

Verliert eine Person über eine längere Zeit mehr Haare, als für ihre Haarstruktur üblich ist, spricht man von Effluvium. Unterschieden werden hierbei Anageneffluvium und Telogeneffluvium. Bei einem Anageneffluvium fallen die Haare während der Wachstumsphase aus. Nicht selten kommt es zu einem Haarverlust von bis zu 90 Prozent, sodass es fast zu einer vollständigen Haarlosigkeit kommt. Oft ist intensive Bestrahlung oder eine Chemotherapie die Ursache für den Haarausfall, aber auch Mangelernährung, Vergiftungen oder Erkrankungen der Haarfollikel. Telogeneffluvium geht mit einem Haarverlust während einer Ruhephase einher. Hier gehen je nach Ursache zwischen 20 und 50 Prozent der Kopfhaare verloren. Telogeneffluvium hängt meist mit einer dauerhaften oder akuten Störung des Haarzyklus zusammen.

Welche Ursachen gibt es für Effluvium?

Dass Männern und Frauen mehr Haare als normal ausfallen, kann die unterschiedlichsten Gründe haben und ist von Fall zu Fall genau zu untersuchen. Mögliche Ursachen sind unter anderem:

  • Ungesunder Lebensstil (Stress, Mangelernährung, aggressiver Umgang mit der Kopfhaut, Drogenkonsum, Eisenmangel)
  • Hormonelles Ungleichgewicht
  • Genetische Disposition (häufig bei Männern)
  • Nebenwirkung verschiedener Medikamente (vor allem Chemotherapien oder Strahlentherapien)
  • Verschiedene Krankheiten, Organfehlfunktionen oder Entzündungen

Welche Arten des Haarausfalls werden unterschieden?

Medizinisch werden folgende Arten von krankhaftem Haarausfall unterschieden:

  • Alopecia areata: Diese Erkrankung wird auch als kreisrunder Haarausfall bezeichnet. Der Haarverlust ist schubförmig und betrifft meist nur wenige und runde oder ovale Bereiche des Kopfes. In vielen Fällen wachsen die kahlen Stellen nach einer Zeit wieder zu. Ursächlich ist eine Autoimmunerkrankung, bei der die Haare in einem bestimmten Bereich vom Körper selbst von der Nährstoffversorgung ausgeschlossen werden.
  • Alopecia diffusa: Hierbei handelt es sich um ein Phänomen, bei dem die Haardichte innerhalb weniger Wochen auf dem gesamten Kopf gleichmässig abnimmt. Begründet liegt das in einer unzureichenden Nährstoff- und Vitaminversorgung der Kopfhaut. Wie es dazu kommt, kann ganz unterschiedliche Gründe haben.
  • Alopecia cicatricans: Unter der narbigen Alopezie leiden nur knapp drei Prozent aller von Effluvium Betroffenen. An den Stellen, an denen keine Haare mehr wachsen, vernarbt die Kopfhaut. Wahrscheinlich sind verschiedene bakterielle Infekte oder durch Pilze oder Viren ausgelöste Infektionen an der Alopecia cicatricans Schuld. Die betreffenden Stellen der Kopfhaut können nicht wieder zuwachsen, da die Haarfollikel dort vollkommen zerstört sind.
  • Alopecia androgenetica: Darunter versteht man den hormonell und erblich bedingten Ausfall von Haaren. Die meisten Männer leiden ab einem bestimmten Alter darunter und ebenso viele Frauen ab der Menopause. Der Haarausfall äussert sich über die Bildung von Geheimratsecken bis hin zu einem fast völligen Haarverlust auf dem Kopf.
  • Alopecia totalis: Verliert ein Patient sein gesamtes Kopfhaar, wird das als Alopecia totalis oder Alopecia universalis bezeichnet. Auch die Augenbrauen, Wimpern und die restliche Körperbehaarung können betroffen sein. Auch wenn von einer Autoimmunerkrankung ausgegangen wird, sind die Gründe für die Haarlosigkeit medizinisch noch nicht völlig erklärbar.

Es gibt noch viele weitere, eher seltenere Arten von Alopezien. Dazu zählen beispielsweise:

  • Alopecia follicularis
  • Alopecia mechanis (auch Alopecia traumatica)
  • Alopecia congenita
  • Alopecia muciosa
  • Alopecia seborrhoica

Wie wird Haarlosigkeit mittels Chirurgie und Dermatologie behandelt?

Da die Ursachen für den Haarverlust vielfältig sind, gibt es keine allgemeingültige Behandlung. Gegen Alopecia androgenetica helfen typischerweise einige Medikamente, die jedoch auch viele Nebenwirkungen aufweisen. Auch bestimmte Shampoos und ähnliche Produkte können dabei helfen, die Haardichte wieder zu erhöhen. Ebenso werden Haartransplantationen durchgeführt, die Zweck haben, kahle Stellen am Kopf mit der Verpflanzung von Eigenhaar wieder zu verschliessen. Verschiedene weitere Therapieformen sind noch in der Forschung.

Sind Frauen und Männer gleichermassen von Haarausfall betroffen?

Je nach Art des Haarverlusts, gibt es eine unterschiedliche Verteilung der Häufigkeit von betroffenen Männern und Frauen. An der hormonell und erblichen bedingten Alopecia androgenetica erkranken beispielsweise etwa 80 Prozent aller Männer und nur etwa 50 Prozent aller Frauen. Diffuser Haarausfall hingegen tritt häufiger bei Frauen auf. Auch von Alopecia areata sind weltweit mehr Frauen betroffen.

Wie geht eine Diagnostik vonstatten?

Damit der Haarausfall behandelt werden kann, gilt es zunächst, die Ursachen herauszufinden. In der Regel beinhaltet das einen umfangreichen Bluttest. Oftmals wird ausserdem ein Trichogramm durchgeführt, das den Haarwurzelstatus und das Haarverteilungsmuster bestimmt. In manchen Fällen kommt ebenso eine Biopsie in der Dermatologie hinzu.

Sind Alopezien heilbar?

Einige Formen der Alopezie sind gut behandelbar, jedoch nicht dauerhaft heilbar. Es kommt jedoch in manchen Fällen zu einer Spontanremission. Liegt die Ursache des Haarausfalls an einem ungesunden Lebenswandel oder an einem bestimmten Medikament oder einer anderweitigen Vergiftung, stehen die Heilungschancen gut. Nach Ausgleich eines Mangels oder dem Weglassen des Toxins regenerieren sich die Haarwurzeln und Haarzellen meist völlig. Eine androgenetische Alopezie ist leider oft dauerhaft und es gibt wenig, was die Dermatologie für eine Verbesserung der Symptome getan werden kann.

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